So vielfältig die Kommunikationswirtschaft ist, so vielstimmig ist sie in der Vergangenheit aufgetreten. Bis das Coronavirus kam. Diese Krise hat so schwerwiegende Folgen für die gesamte Branche, dass sich alle großen Verbände von ADC bis ZAW zusammengeschlossen und die Initiative „Die Unternehmen der Kommunikationswirtschaft“ gegründet haben. Der Deutsche Marketing Verband ist seit Mai auch Teil dieser Gemeinschaft.

Die Kommunikationswirtschaft muss gemeinsam Forderungen stellen

„Nur wenn wir geschlossen auftreten und klare Forderungen formulieren, finden wir in der Politik Gehör und bekommen die Hilfe, die die Unternehmen brauchen, um durch die Krise zu kommen“, betont der Geschäftsführer der Initiative Dr. Lutz Meyer. „Ich begrüße es deshalb sehr, dass der Deutsche Marketing Verband jetzt auch mit dabei ist.“

Die Unternehmen der Kommunikationswirtschaft – Agenturen, Dienstleister, Medien und werbetreibende Unternehmen – beschäftigen rund 1 Million Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und stehen für einen geschätzten Umsatz von 47 Milliarden Euro.

„Unsere 63 Marketing Clubs mit ihren 14.000 Mitgliedern decken die ganze Bandbreite der Branche ab“, so die Geschäftsführerin des DMV Ariane Derks. „Als Dachorganisation ist es auch unsere Aufgabe, deren Interessen gegenüber der Politik zu vertreten. Es war deshalb keine Frage, dass wir bei der Initiative dabei sein müssen.“

4 konkrete Forderungen der Kommunikationswirtschaft an die Politik

  • Eine steuerliche Zusammenlegung der Jahre 2019 und 2020, sodass Verluste aus diesem mit Gewinnen aus dem vergangenen Jahr verrechnet werden können
  • Zinsfreie staatliche Kredite
  • Eine Aussetzung der Insolvenzregeln, ein Investitionszuschuss für die Marken- und Unternehmenskommunikation in Höhe von 30 %
  • Eine Aussetzung der Lohnsteuerzahlung und Sozialversicherungsbeiträge für zwölf Monate

So soll die Liquidität der Unternehmen gesichert und ein Neustart der Wirtschaft in 2020 unterstützt werden. Nur so kann die Vielfältigkeit der Medien- und Kommunikationswirtschaft am Standort Deutschland auch in der Zukunft gesichert werden.

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